Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

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Jetzt mal der Reihe nach. Nach zehn Jahren Eine Stunde History sortieren wir uns neu und erzählen die europäische Geschichte in 100 Folgen vom Anfang bis Jetzt. Neue Folgen jeden Freitag.
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Resumen del episodio

Dieser Podcast hinterfragt den historischen Begriff der 'Völkerwanderung' und stellt fest, dass es sich eher um unstrukturierte Migrationsbewegungen von Heeresverbänden als um geplante Wanderungen homogener Völker handelte. Dabei werden die Bewegungen der Vandalen sowie die Rolle der Hunnen am Ende der Antike thematisiert, wobei betont wird, dass viele historische Darstellungen auf römischen Stereotypen basieren. Die Experten diskutieren zudem die Transformation Europas durch Prozesse der Akkulturation zwischen germanischen Verbänden und dem Römischen Reich. Dabei wird die 'Henne-Ei-Frage' erörtert, ob der Zerfall des Römischen Reiches die Bewegungen erst ermöglichte oder umgekehrt, sowie die langfristige Bedeutung römischer Rechtsstrukturen für die Entstehung neuer politischer Identitäten.

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Und dabei wanderten keine Völker. Sondern Heeresverbände mit einem zugegeben oft allerdings großen Tross.

00:04:05 · Der Historiker korrigiert das populäre Bild der Völkerwanderung als Bewegung ganzer Ethnien hin zu militärischen Gruppen.

Das heißt, man kann die eigentlich gar nicht mit ethnischen Kriterien fassen, man kann die auch nicht auf irgendeinen Ursprung zurückführen, sondern das sind einfach Verbände, die temporär entstehen, einfach aufgrund der spezifischen Dynamiken, die in dem besonderen Lebensraum der Steppe existieren.

00:16:15 · Der Sprecher erklärt, dass die Hunnen eher ein funktionale militärische Einheit als eine feste ethnische Gruppe waren.

Der Eintrag Volk zeugt oder berichtet davon, dass Volk in deutscher Sprache ursprünglich zunächst mal ein bewaffneter Haufen war.

00:30:37 · Robert Steinacher nutzt eine Definition aus dem Grimmschen Wörterbuch, um die Bedeutung des Begriffs 'Volk' im historischen Kontext zu relativieren.

Es war komplex und sowas wie diese Völkerwanderung, wie wir sie lange erzählt haben, hat es eigentlich gar nicht gegeben.

00:33:31 · Der Sprecher stellt die traditionelle Vorstellung der Völkerwanderung als historisch unzutreffend dar.

Und das war mit allem Verlaub der Bereich der Rechtsprechung. Überall dort wo einst das Römische Reich war. Da gibt es Spuren des römischen Rechts.

00:50:48 · Der Sprecher hebt die langfristige Bedeutung des römischen Rechts für Europa hervor.

Episodios

580-

4. bis 6. Jahrhundert - Die sogenannte Völkerwanderung

Dieser Podcast hinterfragt den historischen Begriff der 'Völkerwanderung' und stellt fest, dass es sich eher um unstrukturierte Migrationsbewegungen von Heeresverbänden als um geplante Wanderungen homogener Völker handelte. Dabei werden die Bewegungen der Vandalen sowie die Rolle der Hunnen am Ende der Antike thematisiert, wobei betont wird, dass viele historische Darstellungen auf römischen Stereotypen basieren. Die Experten diskutieren zudem die Transformation Europas durch Prozesse der Akkulturation zwischen germanischen Verbänden und dem Römischen Reich. Dabei wird die 'Henne-Ei-Frage' erörtert, ob der Zerfall des Römischen Reiches die Bewegungen erst ermöglichte oder umgekehrt, sowie die langfristige Bedeutung römischer Rechtsstrukturen für die Entstehung neuer politischer Identitäten.

04 sep. 2026
579-

476 n. Chr. - Der Zerfall Westroms und das Ende der Antike

In dieser Folge von 'Eine Stunde History' wird der Untergang des Weströmischen Reiches als komplexer, langwieriger Prozess beleuchtet, der durch soziale und infrastrukturelle Veränderungen geprägt war. Die Diskussion thematisiert die Rolle von Odoaker und die Herrschaft Theoderichs sowie den Übergang von der Spätantike zum Mittelalter. Zudem wird die historische Debatte über das Ende der Antike geführt, wobei regionale Unterschiede und der Verlust an Lebensqualität im Fokus stehen. Dabei werden auch moderne wissenschaftliche Perspektiven auf Begriffe wie 'Völkerwanderung' und die Bedeutung von Zäsuren in der europäischen Geschichte diskutiert.

28 ago. 2026
578-

395 n. Chr. - Die Teilung des Römischen Reiches

Diese Episode beleuchtet die Reichsteilung des Römischen Reiches unter Theodosius und die daraus resultierende Entwicklung von Konstantinopel als neues Machtzentrum. Es wird erläutert, wie militärische Herausforderungen und die Unüberschaubarkeit der Grenzen eine Herrschaftsteilung notwendig machten, während die Schlacht von Adrianopel einen bedeutenden Prestigeverlust für Rom darstellte. Zudem werden die politische und religiöse Entwicklung des Oströmischen und Weströmischen Reiches nach Theodosius thematisiert. Der Fokus liegt auf der zunehmenden Entfremdung zwischen Ost und West, der Rolle mächtiger Berater sowie den wirtschaftlichen und militärischen Faktoren, die den Fortbestand des Ostens sicherten und zur Entstehung der orthodoxen Kirche führten.

21 ago. 2026
577-

313 n. Chr. - Kaiser Konstantin und der Aufstieg des Christentums

Diese Episode beleuchtet die Konstantinische Wende und den Aufstieg des Christentums im Römischen Reich. Anhand eines Experteninterviews mit Professor Bruno Bleckmann wird die politische Bedeutung der Ära Konstantins, die Einführung der Religionsfreiheit durch die Mailänder Vereinbarung sowie die Transformation von der Tetrarchie hin zur imperialisierten Kirche analysiert. Zudem werden die religiöse Praxis im Alltag, die Herausforderungen der theologischen Einheit durch das Konzil von Nicea und die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen thematisiert. Der Beitrag zeigt auf, wie die Verbindung von kaiserlicher Macht und christlichem Glauben den Weg für eine christlich geprägte europäische Gesellschaft ebnete.

14 ago. 2026
576-

132 n. Chr. - Der Bar-Kochba-Aufstand und die jüdische Diaspora

Dieser Podcast beleuchtet die Geschichte des jüdisch-römischen Konflikts, beginnend mit der römischen Expansion unter Pompejus bis hin zum Bar-Kochba-Aufstand. Er thematisiert die Ursachen und Folgen der großen Aufstände, die Rolle der Zeloten sowie das Schicksal der Festung Massada. Darüber hinaus werden die Hintergründe des Bar-Kochba-Widerstands und die Bedeutung der jüdischen Diaspora untersucht. Die Episode diskutiert die Entwicklung immaterieller Zentren wie der Thora, das Leben in der Diaspora sowie die Spannungsfelder zwischen jüdischer Identität und Antisemitismus.

07 ago. 2026